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Freitag, September 29, 2006 

"Wut" bis nach Würzburg

Heute abend läuft um 22:00 Uhr in der ARD "Wut" von Züli Aladag.
Die Diskussion um den WDR-Film und vor allem über die Sendeplatzverschiebung sollte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Das Problem bleibt. Einen Film, der sich in seiner Thematik explizit an Jugendliche richtet, ausgerechnet mit dem Argument des vermeintlichen Jugendschutzes zu torpedieren, ist ziemlich arm. Noch ärmer übrigens, wenn man berücksichtigt, was an Gewaltdarstellungen einem teilweise jeden Sonntag im ARD-Tatort serviert wird.

Was soll das alles? Vielleicht ist die ganze Sendeplatzverschiebung einfach eine billige Retourkutsche. Zwei Tage bevor bekannt wurde, dass die ARD den Film vom ursprünglichen Sendeplatz am Mittwoch um 20:15 auf den heutigen Freitag, 22:00 Uhr verlegte, hat nämlich der WDR-Rundfunkrat, und damit auch Intendant Fritz Pleitgen, dem ARD-Programmdirektor Günter Struve per Pressemitteilung ordentlich ins Gesicht gespuckt:
"Mit Unverständnis hat der WDR-Rundfunkrat die Entscheidung der Intendanten zur Kenntnis genommen, die Verträge mit Günter Struve als Programmdirektor der ARD und mit Hagen Boßdorf als Sportkoordinator der ARD zu verlängern. [...] Um die Glaubwürdigkeit der ARD nicht weiter zu gefährden, fordert der WDR-Rundfunkrat die Verantwortlichen auf, Konsequenzen zu ziehen."

Zwei Tage später, am 22. September folgte die kurzfristige Verschiebeaktion durch die ARD.
Ob es sich bei der ganzen Angelegenheit nun um eine Privatfehde zwei alter ARD-Granden handelt oder nicht ist letztlich eh egal. Hauptsache der Film hält, was die ganze Aufregung uns verspricht.

Und als Zugabe gibt es ja schließlich das, was immer in Deutschland gemacht wird, wenn ein heißes Eisen im Fernsehen ausgestrahlt wird: Wir setzen uns alle zusammen und reden darüber. Frau Maischberger lädt zur Bewältigungsrunde.
Vor lauter Angst, der ein oder andere Zuschauer könnte die brutale Geschichte um einen türkischen Gangsterproll nicht verkraften, erfolgt die Lektion durch eine fernsehtherapeutische Gesprächsrunde. Meinetwegen.

Wem die Gästemischung bei Sandra Maischberger zu lasch oder abgehoben sein sollte, der kann auch gerne mal hier reinschauen. Die zwei Gesellen aus dem Zellerauer Hexenkessel in Würzburg wurden leider nicht eingeladen. Dabei hätten die uns wenigsten sagen können, ob der Film nun gut war oder nicht.

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